Einige Antworten auf oft gestellte Fragen

·  Seit wann gibt es Akanthus?

Akanthus wurde im Dezember 1997 von der KirchBauhof gGmbH gegründet.

·  Was ist KirchBauhof?

KirchBauhof ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich seit 1991 für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Schaffung neuer Berufsperspektiven in Berlin engagiert. Dies begann mit Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Baubereich und hat sich inzwischen auf andere Tätigkeitsfelder erweitert. Ziele und Aufgaben liegen heute

·  in der Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Erschließung zukunftsträchtiger
    Berufsfelder,
·  in der Förderung benachteiligter Jugendlicher durch berufliche Qualifizierung,
·  in der Entwicklung und Realisierung innovativer Projekte in den Bereichen Bau,
    Umwelt und Kultur,
·  im aktiven Einsatz für eine soziale und bürgernahe Stadtentwicklung,
·  in der Konzeptentwicklung für eine neue Nutzung von Kirchen,
·  im Kulturmanagement und Veranstaltungsservice.

·  Wie kam es zu der Idee, das Projekt Akanthus zu gründen?

KirchBauhof hat die Heilig-Kreuz-Kirche umgebaut. Seit ihrer Wiedereröffnung im Herbst 1995 steht die Kirche für eine vielseitige Nutzung zur Verfügung. Neben Gottesdiensten können hier Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Tagungen und andere Veranstaltungen stattfinden. Für die Organisation und Koordination einer solchen Mischnutzung wurde schon 1995 in der Heilig-Kreuz-Kirche ein Kulturbüro gegründet. Daraus ist die Idee entstanden, auch für andere Kirchen solche Aufgaben zu übernehmen und eine Agentur für diese Leistungen aufzubauen.

·  Was sind die Aufgabengebiete von Akanthus?

·  Kulturmanagement für Kirchen
·  Organisation von Kulturveranstaltungen
·  Veranstaltungsservice
·  Vermietung von kirchlichen Räumen
·  Entwicklung von Nutzungskonzepten für Kirchen und andere historische Gebäude

·  Warum werden Kirchenräume vermietet?

Die Vermietung dient dazu, Kirchen als Teil unseres kulturellen Erbes und als wichtigen Bestandteil unseres Stadtbildes zu erhalten. Betriebskosten und notwendige Baumaßnahmen verschlingen Summen, die die meisten Gemeinden nicht mehr aufbringen können; die Einnahmen aus der Kirchensteuer reichen zur Kostendeckung nicht aus. Mieteinnahmen können hier einen Beitrag leisten zum Erhalt der Gotteshäuser und gleichzeitig die soziale Arbeit der Gemeinden unterstützen.

·  Wer will eine Kirche mieten?

Es gehen täglich Anfragen verschiedenster Art ein. Veranstalter suchen Räume für Konzerte oder Lesungen, Firmen möchten Betriebsfeiern oder Präsentationen durchführen, Vereine brauchen Tagungsräume, Privatpersonen wollen Hochzeiten oder Partys feiern - um nur einige zu nennen.

·  Was ist das besondere an den kirchlichen Räumen?

Die Kirche ist traditionell ein Ort der Zusammenkunft. Die Architektur ihrer Innenräume - oft geprägt von riesigen Kuppeln in schwindelerregender Höhe und Ornamenten an Wänden, Decken und Säulen - ihre Ausstrahlung von Weiträumigkeit und ihre historische Dimension verleihen den Sakralbauten eine außergewöhliche Atmosphäre, der sich kaum jemand entziehen kann. Dem Besucher vermitteln sie zugleich ein Gefühl von Großzügigkeit und von Schutz, Geborgenheit und Ruhe.

·  Was sagen die Gemeinden und die Pfarrer zur neuen Nutzung ihrer Kirche?

Die Vermietung erfolgt im Auftrag und auf Wunsch der Gemeinden und in enger Absprache mit Pfarrern und Gemeindevertretern.

·  Sind viele Gemeinden offen für eine andere Nutzung ihrer Kirche?

Es gibt in vielen Gemeinden Ansätze zu anderen Nutzungen und die Offenheit für Neues.

·  Welche Anfragen werden abgelehnt?

Abgelehnt werden beispielsweise Veranstaltungen, wenn sie gegen die ethischen Grundsätze der Kirche verstoßen, wenn sie der Personenverehrung (Gurus o.ä.) oder Gewaltverherrlichung dienen oder parteipolitische Inhalte haben. Abgelehnt werden auch religiöse Veranstaltungen, die nicht mehr der Ökumene oder dem Dialog zwischen den Religionen dienen oder aggressive Produktwerbung und reine Verkaufsveranstaltungen. Die Entscheidungen werden von Fall zu Fall in Absprache mit Pfarrer und Gemeindevertretern getroffen.

·  Welche Vision hat Akanthus für Kirchen?

Kirchen und andere historische Gebäude werden wieder der Öffentlichkeit zugänglich und zu lebendigen Orten in der Stadt. Durch kommerzielle Vermietung können Mittel erwirtschaftet werden, die zum Erhalt der Bauwerke beitragen und langfristig eine gemeindliche, kulturelle und gesellschaftliche Nutzung ermöglichen.